Das Nacktnasenwombat (Vombatus ursinus, früher auch als Phascolomis bezeichnet) ist in dem südlichen und östlichen Teilen Australiens weit verbreitet, von dem bergigen Gelände in Süd-Queensland bis nach West-Victoria und Süd-Australien. Das Nacktnasenwombat kann alle zwei Jahre ein einzelnes (selten zwei) Junge bekommen, die sechs bis neun Monate im Beutel der Mutter bleiben und ihr daraufhin noch bis zu einem Jahr folgen und von ihr gefüttert werden. Vom Nacktnasenwombat gibt es drei Unterarten, das gemeine Festlandnacktnasenwombat (Vombatus ursinus hirsutus), das tasmanische Nacktnasenwombat (Vombatus ursinus tasmaniensis) sowie das Flinder's Island Nacktnasenwombat (Vombatus ursinus ursinus).
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Das südliche Haarnasenwombat (Lasiorhinus latifrons)
ist in Südaustralien von Süd-Westaustralien bis
Ost-Neusüdwales beheimatet. Es ist mit 77-94cm bei einem Gewicht
von 20 bis 32 kg das kleinste Wombatart. Auf Grund der anhaltenden
Trockenheit in seinem Siedlungsgebiet nimmt seine Zahl in den letzten
Jahren stetig ab, wobei eine Überalterung der Population
festzustellen ist. Dies ist insbesondere darin begründet, dass die
Wombats wegen des ausbleibenden Regens und der damit verbundenen
Dürre in den letzten Jahren zu wenige Jungtiere in die Welt
gesetzt haben, bzw. diese den Futtermangel nicht überlebt haben.
Kombiniert mit der Tatsache, dass Wombats mindestens drei Jahre
brauchen, um geschlechtsreif zu werden, gibt es unter
Wombatspezialisten eine aufkeimende Besorgnis um das Wohlergehen der
Tiere.
Das nördliche Haarnasenwombat (Lasiorhinus krefftii)
war noch vor hundert Jahren überall in Neusüdwales, Victoria
und Queensland verbreitet, jetzt gibt es nur noch eine einzige Enklave
mit im Epping Forest Nationalpark in Queensland. Auf diesem 3 km²
großen Gebiet innerhalb des 32 km² Nationalparks gibt es
eine aktuelle Population von knapp über 60 Tieren, aber trotz
einer höheren Nachkommensrate als beim Haarnasenwombat (zwei Junge
in drei Jahren) gibt es auch hier Nachwuchsprobleme. Man vermutet, dass
diese mit dem raumgreifenden Balzverhalten der Haarnasenwombats zu tun
hat, wobei gesicherte Erkenntnisse hier fehlen. Ebenso wird zur Zeit
kein Versuch unternommen, eine zweite Population aufzubauen oder Tiere
in Gefangenschaft zu züchten, da es bisher noch nicht mal bei den
als unproblematischer geltenden Nacktnasenwombats oder gar den
südlichen Haarnasenwombats in größerem Rahmen
geglückt ist.